50 Jahre Dienstagsturnerinnen!

Turnen für Frauen gibt es bei uns im TV 1848 Oberstein schon seit 1898. Damals wurden allerdings Gruppen und Abteilung, denn die wurde extra eingerichtet, noch von Männern geleitet. In den 50ziger Jahren des letzten Jahrhunderts begann Ella Pullig mit dem Turnen für Hausfrauen, das damals auf eine Initiative des Deutschen Turnerbundes überall eingeführt wurde. Aus dieser Gruppe wurde dann später die legendäre „Bollerriege“ des TVO, deren Mitglieder allerdings auch nach und nach in ein gesetzteres Alter kamen. Es gab dann zwangsläufig Bestrebungen nach einem Angebot für junge Hausfrauen und so gründete im März 1969, die aus dem sauerländischen Hemer zugewanderte Wilma Holtvoeth, die Gruppe der„jungen Hausfrauen“, die sofort erheblichen Zulauf verzeichnen konnte. Wilma war eine Turnerinvom alten Schrott und Korn, die sehr viel Wert auf Disziplin und Perfektion legte, was sich auch in den Vorführungen der Gruppe niederschlug. Der „Matrosentanz“, „Rosamunde“ und „das bisschen Haushalt“ und einiges mehr waren im Programm, das dann vor allem auch auf den „Bunten Turnstunden“ gezeigt wurde. Ein besonderes Highlight war 1984 das „Schattenspiel“, das die Auswirkungen der wöchentlichen Turnstunden auf das Eheleben plastisch darstellte, wie Günter Stahl im Obersteiner Turner zu berichten wusste. Wilma Holtvoeth war mittlerweile auch Oberturnwartin im TVO, bevor sie dann 1986 in Ihre Heimat zurück ging. Die Gruppe wurde danach, bis zu ihrer schweren Erkrankung, fast 15 Jahre von Ursula Gag geleitet. In dieser Glanzzeit waren dienstags oft mehr als 40 Turnerinnen im unteren Turnsaal. Nach Ursel folgten in mehr oder weniger kurzen Zeitabständen Jutta Merscher, Anne Gemmel, Beate Fey und Liane Mossmann als Übungsleiterinnen. Danach übernahm Edith Römer die längst in„Dienstagsturnerinnen“ umbenannte Gruppe, in der der auch heute noch einige der Gründungsmitglieder aktiv dabei sind. Seit 2016 gibt es mit Rosi Pälzer eine Übungsleiterin aus der Mitte der Gruppe, die stets auf dem neuesten Stand der Turngymnastik ist.Die Frauen kamen am 31.08. zu einer kleinen Feier zusammen und erinnerten sich bei Kaffee und Kuchen und vielen Bildern an viele schöne gemeinsam Stunden – die fröhlichen Weinabende und Weihnachtsfeiern, die Teilnahme an Landes- und Deutschen Turnfesten und ihre gemeinsamen Reisen u.a. nach Paris, Berlin, Hamburg, Wien, München, Dresden und den Spreewald. Christel Wartenberg trug einen Rückblick über die 50 Jahre vor und erinnerte an die Turnerinnen, die uns in den Jahren verlassen haben. Bei weiterhin guter Gesundheit will man auch in Zukunft jeden Dienstag zu den Turnstunden im Stadttheater zusammen kommen.                               Christel Wartenberg/-bp-







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