FINA World Masters Championships

FINA World Masters Championships - Gwangju - 2019 – 3.8.-18.8.2019

Irgendwann Ende 2018 dachte ich nach meinem 5er Sprung in die AK 65, 9 Jahre nach der WMC Göteburg, als begeisterte Schwimmerin am Fitness-Check besonderer Art an der WMC wieder teilzunehmen. „Große Augen“ bekam ich mit dem Austragungsort Südkorea, da ich bisher nur an internationalen Wettkämpfen in Europa teilgenommen hatte. 13 Stunden Flugzeit mit Zwischenladung in Seoul nach Gwangju, plus 7 Stunden Zeitdifferenz und mit August einer der heißesten Monate mit hoher Luftfeuchtigkeit. Eine Herausforderung, die ich neben meiner beruflichen Vollzeittätigkeit durch höhere Trainingszeiten zu organisieren hatte und mit einem Korea-Urlaub mit meinem Ehepartner sodann einplante. Die erste Qualifikation erschwamm ich auf der DMM (kurze Bahn) in Karlsruhe am 31.5. - 2.6.2019. Diese war mit Ende Mai sehr früh angesetzt, da ich mich wenige Male auf der 50m Bahn im Wittlicher Freibades einschwimmen konnte. Auf der DMM bemerkte ich, dass bekannte Gesichter nicht mehr dabei waren und meine Altersklasse aufgrund der Einführung von noch strammeren Pflichtzeiten geschrumpft war. Mit meinen Ergebnissen AK65: 50 m Freistil  mit Platz 7 in 0:44,22 und 100m Freistil mit Platz 5 in 1:43,90 hatte ich meine Lieblingsstrecken für die WMC Qualifikation „in der Tasche“. Es folgte die zeitraubende, komplexe Digital- Anmeldung der WMC incl. der Urlaubsbuchung. Bei den Rheinland Meisterschaften der Masters vom 15.6. - 16.6 in Rengsdorf  legte ich mit 3 x Gold in der AK 65 nach:   50m Freistil in  0:42,14 und 100m Freistil in  1:42,33 und 200m Freistil in 4:04,52. Dies ergab die WMC Nachmeldung in 200m. Das Trainingspensum erhöhte ich 4 Wochen vor den Meisterschaften auf tägliches abwechselndes Kraft- und Schwimmtaining. In den heissen Sommermonaten verlagerte ich mein Training aufgrund der übervollen Freibäder ins Trierer Hallenbad. Nach der ersten Urlaubswoche in Korea mit täglichem Fitness- & Schwimmtraining im Hotel ging es nach Gwangju. Die Veranstaltung zählte 4000 Athleten mit 10000 Starts. Stärkste Teilnehmerländer waren Korea mit 1000 Schwimmern, USA mit 280, Japan mit 276, Deutschland mit 250. Die Teilnehmer wurden in Gwangju bereits am Flughafen mit großen Bannern freundlich empfangen, die hochmoderne Stadt war beflaggt und mit vielen Infoständen bestückt. Im koreanischen TV & in den sauberen U-Bahnen wurden auf die Wettkämpfe hingewiesen. Museen boten kostenfreien Eintritt und ein großes Ausflugsprogramm rundete das Kennenlernen der vielfältigen Kultur mit den freundlichen Koreanern ab. Die großartige Eröffnungsfeier ertrank leider in einem warmen Regen. Das DSV Schwimmertreffen mit Gruppenfoto & Erfahrungsaustausch war ein besonderes Highlight und der Einladung zu einem Gratisgetränk. Die Wettkämpfe selber empfand ich aufregend & stressig, wie z. Bsp: die 4 maligen Kontrollen bis zum Start, der unklaren Startzeiten, welche selber errechnet werden mussten, um nervige Wartezeiten zu reduzieren. Neu war für mich die hohe Digitalisierung der FINA-Wettkämpfe – die per Live Stream weltweit über Y-Tube übertragen wurden und auch abgespeichert sind. Mit meinen Ergebnissen war ich zufrieden: AK 65-69: Platz 12  50m Freistil  in  0:43,15 und Platz 12 100m Freistil in  1:42,09 und Platz 14 200m Freistil in  4:01,24. (Abrufbeispiel youtube: 50m Hilden-Kuntz auf 2:05:15 – 2:07:00 Bahn 4 – 3. Platz https://www.youtube.com/watch?v=NTh5ePiZVp0)                Dagmar Hilden-Kuntz

 


 


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